24. Pfingstfestspiele

vom 20. bis 24.Mai 2021

Das Programm der 24. Batzdorfer Pfingstfestspiele wird zur Gänze aus den Inszenierungen um FAUST bestehen. Hauptstück in diesem Jahr ist FAUST HOCH ZWEI von Tom Quaas mit Pantomime, Clownerie, Tanz und Gesang.
Wieder Aufgenommen ist die grossen Inszenierung von FAUST OHNE WORTE, aus Platzgründen im Meißner Theater.
In der Neuinszenierung DER GANZE FAUST – LEICHT GEKÜRZT, werden die Text von Johann Wolfgang von Goethe im Mittelpunkt der Lesung stehen. Umrahmt mit den Mitteln des Schwarzlichttheaters, der Illusion, der Magie, der Verzauberung und der Poesie.

Voraussichtliches Programm der Pfingstfestspiele auf Schloss Batzdorf

Donnerstag, den 20. Mai
20 Uhr Premiere der Lesung von Tom Quaas DER GANZE FAUST – LEICHT GEKÜRZT

Freitag, den 21. Mai
18 Uhr LESUNG Der ganze Faust, leicht gekürzt
20 Uhr Neuinszenierung FAUST HOCH ZWEI

Samstag, den 22. Mai
15 Uhr LESUNG Der ganze Faust, leicht gekürzt
18 Uhr FAUST OHNE WORTE im Theater Meißen
21 Uhr FAUST HOCH ZWEI

Sonntag, den 23. Mai
15 Uhr DER GANZE FAUST – leicht gekürzt
18 Uhr FAUST OHNE WORTE im Theater Meißen
21 Uhr FAUST HOCH ZWEI

Montag, den 24. Mai
15 Uhr LESUNG Der ganze Faust, leicht gekürzt
17 Uhr FAUST HOCH ZWEI

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Die Neuinszenierung von Tom Quaas:

Es ist ein alter Traum von mir, einmal den ganzen FAUST zu lesen, vor Publikum. Ich habe mir in den vielen Jahren meiner Schauspielertätigkeit eine besondere Fähigkeit angeeignet, nämlich in verteilten Rollen zu spielen. Erst waren es zwei, wie zum Beispiel in EIN FLOH IM OHR am Staatsschauspiel Dresden, dann drei, wie zum Beispiel in DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY am Societätstheater Dresden und zu guter Letzt habe ich mich dem poetischen Werk UNTER DEM MILCHWALD gestellt & 33 Rollen an einem Abend in einer szenischen Lesung mit Anna Böhm auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gebracht.
Nun ist es mein Ehrgeiz, in einer Neuinszenierung des gesamten FAUST die bedeutenden Rollen des riesigen Werkes auf die Bühne zu bringen. Unter der Regie des Illusionisten Wolfram von Bodecker und dem Bühnenbildner Tom Böhm soll ein poetischer und in diesem Fall textlastiger Abend entstehen, in dem der Zuschauer sich zurücklehnen kann, um die vielen bekannten Zitate mal wieder zu hören.

Das Auge soll auch belohnt werden, denn durch ein Spiel im Hintergrund wird mit den Mitteln des Schwarzlichttheaters eine ganz eigene Welt entstehen, welche den Zuschauer in die Gedankenwelt Goethes versetzt. Meine Tochter und Blackfrau Paula Henke wird im schwarzen Samtanzug in einer Lichtgasse Gegenstände, Masken und Körperteile erscheinen lassen, die den Rezipienten in den Bann ziehen werden. Es wird also ein Hör- & Sehgenuss sein. (Foto: Duo Mimikri)

Das Konzept:

In diesen Zeiten der Globalisierung und der momentanen Pandemie ist es mir ein Bedürfnis, wieder auf die grundlegenden Dinge hinzuweisen, die die Welt zusammenhalten. Und welches Drama eignet sich da besser als der gute alte FAUST?! Als ob ich es geahnt hätte, habe ich diese Idee ja schon lange in meinem Herzen bewegt. Ich erlebe die Welt als eine sich immer mehr vom Menschen abwendende, sich dem Mammon und den materiellen Mitteln zuwendende Welt. Die Fragen nach dem Warum und Wieso werden selten gestellt. Wo sind die Inhalte, welche uns Menschen den Sinn für unsere Existenz zurückgeben. Es ist eine Wegwerfgesellschaft geworden, in der es wichtiger ist, ein großes Auto zu fahren, als ein Buch zu lesen. Die Geduld, sich eine Geschichte anzuhören und so dem Sinn näherzukommen, indem ich bescheiden und glücklich die Fantasie walten lasse, ist abhandengekommen.

Diesem Phänomen will ich mich stellen. Ich möchte es schaffen, dass sich die Zuschauer und Hörer auf eine und eine halbe Stunde einer Geschichte widmen können, ohne sich zu langweilen. Ich möchte die essenziellen Fragen, die Goethe so wunderbar in seinem Werk gestellt hat, neu und modern stellen. Wir haben unglaublich viel Wissen angeeignet und doch haben wir die wichtigen Fragen nach dem Sinn nicht genügend beantwortet oder noch nicht beantworten können. Ist es wichtig, diese Fragen beantworten zu können oder ist es wichtiger, sich seinem Leben in bescheidener Art zu widmen, indem ich darauf achtgebe, keinen anderen Menschen zu bevormunden oder gar zu unterdrücken. Sollte ich auf die Natur achten, in der ich lebe? Und vieles mehr.

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