Von der Spree bis an die Elbe / 6.9. – 18:00

15,00 20,00 

Festkonzert der Batzdorfer Hofkapelle mit Werken von Carl Heinrich und Johann Gottfried Graun

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Beschreibung

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Auf dem Programm heute stehen Komponisten der Dresdner Hofkapelle, aber auch solche aus Böhmen, Komponisten des Berliner Hofes und italienische Namen – ist das ein Potpourri oder wie geht das zusammen?

Im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der Interessenkonflikte politischer Hemisphären gern mal mit kulturellen Abwehrhaltungen einhergehen, ist im Barock der Kulturtransfer auch über derlei Spannungen hinweg ganz üblich: Von Italien an den Dresdner Hof, von Dresden nach Berlin und umgekehrt oder von Böhmen nach Sachsen – sogar während des siebenjährigen Krieges, den Preußen gegen Sachsen, Polen und Österreich vom Zaun brach, ist dieser Austausch nie zum Erliegen gekommen. 

Wanderungsbewegungen und gegenseitige Bewunderung waren mannigfach: Johann Gottlieb Graun und sein jüngerer Bruder Carl Heinrich, beide Dresdner Kreuzschüler, beide von Schmidt und Pisendel, die die Dresdner Hofkapelle maßgeblich prägten, unterrichtet, gingen 1735 nach Rheinsberg an den Hof des Kronprinzen Friedrich, wo sich etwas später dann auch Carl Philipp Emanuel Bach einfand, der Sohn des Thomaskantors, der mittels Weltkulturerbe-Bewerbungsmappe in h-Moll seinen Arbeitsplatz nur zu gern vom ungeliebten Leipzig nach Dresden verlegt hätte.

Als der Kronprinz dann König war und das Opernhaus unter den Linden mit einer Oper Grauns eröffnete, wurde dort auch viel Musik vom Dresdner Superstar Johann Adolph Hasse gegeben. Graun indes war gehalten, sich diesem Stil kompositorisch möglichst anzunähern. Erst in seinem Spätwerk wie dem Oratorium Der Tod Jesu und in seiner Kammermusik weicht er davon ab.

Xenia Löffler – Oboe
Batzdorfer Hofkapelle

 

 

Veranstalter:

Batzdorfer Hofkapelle GbR
Schloßstrasse 2
01665 Klipphausen OT Batzdorf